Osterspiel, 19. März 2026"
Liebe Freunde,
Ostern naht, und bei uns beginnen bereits die Vorbereitungen. Weidenkätzchen für die Prozession haben wir schon bereitgelegt und im Keller eingelagert, wir bemalen die Osterkerze und erinnern uns an die tückischen Momente der aufwendigen Liturgien. Die Frühlingssonne lockt nach draußen – vielleicht auch Sie.
Diese Zeit ist ideal für Ihre eigenen Vorbereitungen, daher haben wir für Sie ein österliches Geschenk mit Rabatten in unserem E-Shop vorbereitet (19.–22. 3.). Nutzen Sie es und bereiten Sie sich rechtzeitig auf die bevorstehenden Feste vor.
Wir möchten auch mit Ihnen teilen, welchen Sinn diese Feste für uns haben. Jeden Tag verbringen wir mehr als drei Stunden in der Kirche mit dem Singen von Psalmen. Von außen mag es scheinen, als würden wir immer dieselben Melodien und Texte wiederholen und als könnten wir etwas Nützlicheres tun. Für uns aber ist ihr Sinn tiefgründig. Nicht alles, was Sinn hat, ist sichtbar nützlich.
Wenn Romano Guardini über die Feier der Liturgie spricht, vergleicht er sie mit dem Kinderspiel. Dieses hat keinen anderen Sinn als den, gespielt zu werden. Es ist kein Mittel zum Erreichen von etwas anderem, sondern es ist Ziel in sich selbst. Auch der Wunsch zu siegen sollte nicht die Freude am Spiel selbst überwiegen. Kurz gesagt: Das Spiel ist uneigennützig, und darin ähnelt es der Liebe. Genauso hat die Feier der Göttlichen Liturgie und das Singen der Psalmen zur Freude Gottes und zu seiner Ehre kein anderes Ziel. Denn der Mensch wurde dazu erschaffen, seinen Schöpfer zu verherrlichen, vor seinem Angesicht zu spielen und seine Güte widerzuspiegeln.
Die Psalmen sind jedoch nicht nur Gesänge des Lobes und des Dankes. Es steckt in ihnen auch viel Schmerz, Zorn und sogar Verfluchung. Der Mensch ruft Gott um Hilfe an und bekennt sein Elend, denn sein Schicksal ist vom Bösen verwundet. Auch solches Singen verherrlicht Gott und lädt ihn ins menschliche Leben ein, damit er zur Hoffnung in der Bedrängnis werde.
Ostern ist für uns der Höhepunkt des Jahres und das größte Fest, weil in ihm Gottes Herrlichkeit am deutlichsten aufleuchtet. An Ostern treten wir ein in die Ereignisse, in denen Gott seine unermessliche Liebe zu den Menschen in Jesus Christus offenbart hat. Durch die gefeierten Riten lassen wir die Wirkungen dieser Ereignisse in unser Leben einwirken.
Wir wünschen auch Ihnen, dass Sie die bevorstehenden Ostern in der Freude an Gott würdig feiern und sich von seiner Auferstehung verwandeln lassen.
Im Gebet
Ihre Mönche





