Empfindsamkeit, 17. September 2026
Wir sollen empfindsam bleiben. Empfindsam für die Freuden, aber auch für die Schmerzen, die ein Ort der Begegnung zwischen den Menschen sind. Gebet, Stille und Einsamkeit sollen diese Empfindsamkeit in uns stärken. Das ist nicht immer angenehm, denn es offenbart uns auch unsere eigenen Bedürfnisse. Wo es Gefühl gibt, auch schmerzhaftes, da ist Leben.
Empfindsamkeit ermöglicht Mitgefühl, aber auch die Fähigkeit, sich helfen zu lassen. Und das ist manchmal schwieriger, als anderen zu helfen.
Ähnlich wie empfindliche oder trockene Haut Pflege braucht, so sehnt sich auch unser Herz, das sich seiner Unersättlichkeit bewusst ist, nach Trost. Wenn wir der Haut etwas bieten, das ihr guttut, können ihre lebendigen Zellen daraus das entnehmen, was sie zu ihrer Erneuerung brauchen. Darin liegt etwas Schönes: Auch unser Körper trägt in sich die Fähigkeit, Hilfe anzunehmen.
In der Natur sind viele Schätze verborgen, und ihre Entdeckung ist für uns immer noch ein kleines Abenteuer. Wir sind uns auch bewusst, dass unsere Kosmetik nicht nur der Verschönerung dienen soll. Wenn wir während der Gottesdienste die Seelen der Menschen Gott anvertrauen, bemühen wir uns tagsüber auch, für ihre Körper zu sorgen.
Wir hoffen, bis Ende September den Kreuzgang wieder zu schließen und zu verglasen, damit wir nicht eines Tages in einer Schneeverwehung aufwachen, durch die wir uns auf dem Weg zur Kirche erst hindurchgraben müssten. Doch Fenster und Türen zu unserem Online-Shop bleiben stets geöffnet. So können Sie uns hier besuchen. Oder falls Sie gerade ein Anliegen auf dem Herzen haben, zögern Sie nicht, es uns zu schicken, damit wir es in unsere Gebete einschließen.

Aus der Stille des Gebets,
Ihre Mönche



